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13.12.2005
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13.12.2005

Verbandsgemeinderat beschließt einstimmig Machbarkeitsstudie für Naturbad Schönecken!

Mit einstimmiger Mehrheit hat der Verbandsgemeinderat Prüm einer Machbarkeitsstudie für ein Naturbad in Schönecken zugestimmt. Die Studie wird ca. 5000 € kosten.

(siehe hierzu auch: Was sind eigentlich Naturbäder?)

Vorausgegangen waren eine Debatte über die Haushaltslage in der Verbandsgemeinde sowie nachfolgend die Situation im Schönecker Bad.
Laut Verbandsbürgermeister Aloysius Söhngen hat die Verbandsgemeinde zwischen 2000 und 2005 11 Mio. € investiert. Das bedeutet, dass in den letzten Jahren ca. 2 Mio. € p.a. an Investitionen geflossen sind. Die hauptsächlichen Ausgaben waren:
- Konvikt Prüm
- Stadthalle / Jugendgästehaus Prüm
- Radweg St. Vith - Prüm
- sowie Sanierungsarbeiten in den Schulen Bleialf, Schönecken und Pronsfeld.
Im Haushaltsplan 2006 sind hingegen lediglich 355.000 € an Investitionen geplant.

Das Schönecker Bad sei, so Söhngen, in einem desolaten Zustand. Die Aufwendungen belaufen sich auf 80.000 € p.a. Durch eine Sanierung nach jetzigem Muster sei lediglich eine Einsparung von 10.000 - 15.000 € p.a. möglich.
Ein gutes Beispiel für ein Naturbad sei die Anlage in Höhr- Grenzhausen, wobei die Schönecker Anlage der Größe des Einzugsgebietes angepasst, d.h. wesentlich kleiner ausfallen wird.
Ein Naturbad sei, so Söhngen für 20.000 - 25.000 € p.a. zu betreiben. Das Bad könnte 2 Monate (?) im Jahr betrieben werden. Das Invest belaufe sich auf 500.000 - 1 Mio. € (siehe auch Gegenüberstellung Kosten), abhängig von dem letztendlichen Plan. Von der Ortsgemeinde Schönecken wird erwartet, dass diese das Umfeld, mit Integration des Ferienlagers, aktiv mitgestaltet.
Das Hallenbad wird bei dieser Lösung geschlossen!

In der Anschließenden Diskussion meldeten sich die Verbandsgemeinderäte Michael Viktorius (CDU), Dr. Erdal Dogan, (SPD), und Maria Weber (UWG) zu Wort, die alle die wichtigsten Aspekte vom BISS bekräftigten. Während Michael Viktorius in seinem Plädoyer auf die Ausgaben für Sauna, Konvikt, Jugendgästehaus und Radweg in Prüm sowie das Schulschwimmen hervorhob, sprach Maria Weber die Regelung des Schulschwimmens sowie darüber hinaus die falsche Überwinterung der jetzigen Anlage und den Betrieb für 2006 an. Des weiteren bedankte sie sich bei BISS für das Engagement. Dr. Dogan bekräftigte die Wichtigkeit der Anlage für die Zukunft des Ortes und der umliegenden Region, und dass man jede Alternative prüfen sollte. Auch er begrüßte das Engagement von BISS.
Der Vertreter der FWG, Manfred Kleis, möchte sich erst äußern, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen.

Herr Söhngen erwartet eine Entscheidung in der Sitzung März/April 2006. Gefragt nach dem, von BISS geforderten, Kontakt zum Bundesfachverband öffentlicher Bäder e.V. sagte Söhngen, dass die Verbandsgemeinde Mitglied sei, die Möglichkeiten die der Verband bietet jedoch nicht bekannt waren. In kürze werde sich die VG mit dem Bundesfachverband in Verbindung setzen.

Das Schulschwimmen soll zukünftig im Hallenbad Prüm, teilweise im Naturbad stattfinden.

Erste Reaktionen der Schulleitung Schönecken hierauf waren, dass der Unterricht im Naturbad zu wetterabhängig sein. Der Verlust des Hallenbades sei sehr bedauerlich, ein Ausweichen auf Prüm wäre mit einem wesentlich höheren logistischen Aufwand und Ausfallzeiten verbunden. Die Verbandsgemeinde muss hier eine akzeptable Lösung zusichern.

Was bedeutet dieser Beschluss für uns Bürger?

Wir sind einen kleinen Schritt weiter, eine Entscheidung für oder gegen das Bad fällt jedoch erst frühestens im März/April nach Abschluss und in Abhängigkeit des Gutachtens!
Des weiteren bleiben noch viele Fragen offen:

bulletKommt ein Naturbad?
bulletWas kommt für ein Naturbad, Tümpel oder ernstzunehmende Alternative?
bulletWas wird aus dem Schulschwimmen?
bulletWie decken wir die Bedürfnisse der wachsenden älteren Generation ohne Hallenbad ab?
bulletusw...................???

 

Als Zuschauer waren außer einigen Schönecker Bürgern sowie BISS Mitgliedern eine Abordnung der Schülerzeitung der Graf- Hartard Schule Schönecken anwesend, die nach der öffentlichen Sitzung ein Interview mit Herrn Söhngen durchführte.

RS

 

 

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Stand: 29. Dezember 2009