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08.12.2005
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Was sind eigentlich Naturbäder?

Tümpel, oder ernstzunehmende Alternative?

 

Naturbad, was ist das?

Naturbäder sind Schwimmbäder, deren Wasseraufbereitung auf natürlicher Weise, ohne Einsatz von Chemikalien und Chlor, durchgeführt wird.
Das bedeutet aber auch, dass wir nur von der Erhaltung des Freibad sprechen!
Die Reinigung erfolgt, in der Regel, durch ein Regenerationsbecken im Idealfall mit Tiefenfiltrierung. Die Fläche des Regenerationsbeckens muss etwa die gleiche sein, wie die im Badebereich. Das bedeutet für Schönecken, dass entweder das vorhandene Außenbecken verkleinert wird oder Fläche zugekauft werden muss.

Ist mit einer braunen, unansehnlichen Brühe zu rechnen?

Es gibt Anlagen, die in der Lage sind kristallklares Wasser zu erzeugen. Erfahrungsberichte anderer Bäder zeigen, dass die Sichttiefe des Wassers dauerhaft über 3,00 m gehalten werden kann. Dies ist insbesondere für die Sicherheit wichtig. Sollte die Sichttiefe die für das Bad notwendige Anforderung unterschreiten, muss der Badebetrieb eingestellt werden. Hier ist besonders auf den Erhalt unserer Sprunganlage hinzuweisen!

Über die Zukunft des Hallenbades muss sich bei dieser Lösung gesondert Gedanken gemacht werden. 

 

Ein Naturbad, Kristallklar und voller Bakterien.

Das ist in der Tat kritisch. Ab einer Außentemperatur von ca. 30° C kann das Wasser "kippen". Der Keim Pseudomonas aeruginosa (sog. Pfützenkeim) scheint hier der Problematischste zu sein. Der Pfützenkeim ist ein Keim, der sich überall in der Natur wiederfindet. Er wird einerseits von den Menschen in das Beckenwasser eingetragen, andererseits bildet er sich überall dort, wo sich stehendes Wasser befindet. Um diesen natürlichen  Vorgang einzudämmen ist es wichtig, dass eine besucherabhängige Umwälzung möglich ist. Die Regenerationsbecken sollten keine Teichanlagen mit sichtbaren Wasserflächen sein. Wenn möglich, sollte die Anlage mit Brunnenwasser in Trinkwasserqualität betrieben werden, so dass ohne zusätzliche Kosten Frischwasser zugeführt werden kann. Wichtig ist dies vor allem für die Absenkung der Wassertemperatur.

Wassertemperatur? Wie wird denn geheizt?

Solar, d.h. nach kalten Tagen 1 bis 2 Tage kaltes Wasser!

Aber die Kosten sind wesentlich geringer

Das kann BISS zur Zeit noch nicht bestätigen. Die Anbieter solcher Anlagen werben zwar damit, dass Anschaffung und Unterhalt wesentlich günstiger wären, eine Kalkulation von BISS kann dies, zumindest für die Anschaffung, nicht bestätigen. Außerdem besteht die Gefahr, dass der "erste Versuch" beim Bau der Anlage misslingt, d.h. die Wasserwerte nicht erreicht werden und ein kostspieliger Umbau nötig wird.
Beim Unterhalt entfallen die Gaskosten durch die solare Aufheizung, was allerdings auch in einem konventionellen Schwimmbad realisiert werden kann. Die Kosten für die Chemie entfallen. Die Abwasserkosten können, durch Einleitung des Brauchwassers vom Badeteich in einen angrenzenden Bach, gesenkt werden. Strom und Wasser bleiben gleich. Kritiker von Naturbädern werfen den höheren Aufwand zur Pflege der Anlage in den Raum. Dies bedeutet zusätzliche Personalkosten, die auf die Gemeinde zukommen könnten.

Was sagt BISS dazu.

BISS sieht den Vorschlag als diskussionswürdig. Das Schönecker Bad würde durch den Konzeptwechsel ein eigenes Image erhalten. Wir stellen jedoch auch klare Forderungen an die Politik:

bulletErhalt des Hallenbades bzw. des Schulschwimmens
bulletErhalt der Beckengröße
bulletErhalt der Beckentiefe sowie der Sprunganlage
bulletGeregelter Badebetrieb
bulletMassive Vermarktung der Schönecker Anlage
bulletOffenheit für Alternativvorschläge

 

Beispielbäder

Naturbad Mettmann
Parkbad Wadgassen
Höhr- Grenzhausen


 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: BISS-info@web.de 
Stand: 29. Dezember 2009